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Feste Rokugans

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Zusammenlegen eines Kimonos
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Feste und Feiern
Traditionelle und landesweite Feste (matsuri) und Feiern

Die Kami sind in Rokugan im Festtrubel anwesend.Die meisten fröhlichen Feste richten sich an die Kami. Viele Feste werden nur in bestimmten Regionen gefeiert. Das Malvenfest ist ein typisches Fest, das im Clansgebiet der Phönix gefeiert wird, das Aomori-Fest wird nur bei den Skorpionen gefeiert. Samurai, die sich zum Zeitpunkt der Festtage ihres Clans in einem anderen Clansgebiet befinden, werden aber dennoch versuchen, gemeinsam mit ihresgleichen zu feiern.

Feste, die eine Einzelperson ehren, haben in Rokugan geringen Stellenwert. Auch der Geburtstag wird nicht an jenem bestimmten Tag gefeiert. Dies hat seinen Ursprung darin, dass in Rokugan die Auffassung herrscht, dass ein Kind bei seiner Geburt ein Jahr alt ist. Die weiteren Lebensjahre zählt man nicht von Geburtstag zu Geburtstag, sondern von Neujahr zu Neujahr. Ein Neugeborenes, das gegen Jahresende zur Welt kam, wird also am Neujahrstag zwei Jahre alt.


 
Feste im Jahresablauf:

3.-4. Ochse (Feb.) Setsubun (Bohnenfest)

Das rituelle Bohnenstreuen stellt den traditionellen Frühlingsbeginn dar und symbolisiert die Vertreibung oder Abwehr von Oni. Dabei werden geröstete Sojabohnen entweder auf einen als Oni verkleideten Menschen oder im Haus zweimal in eine als glücklich und zweimal in eine als unglückliche geltende Richtung geworfen und dabei die Worte „Oni wa soto! Fuku wa uchi!“ gerufen „Dämonen hinaus! Glück herein!“). Es soll besonderes Glück bringen, wenn die Anzahl der Bohnen dem Alter des Werfenden plus eins entspricht und sie zusammen mit einigen Münzen in Papier eingewickelt wurden. Die Rolle des Werfers bzw. der Werferin wird in privaten Haushalten meist vom Familienvorstand übernommen. An Tempeln oder Schreinen sind es oft mehrere Mönche oder Priester, welche die Bohnen in kleinen Säckchen zusammen mit Süßigkeiten in die versammelte Menge werfen.

In den Krabbenlanden wird im Ochsen statt des Setsubun das Onio Shiki -Fest gefeiert: Wie beim Setsubun will man auch beim Onio Shiki -Fest (der Dämonenvertreibung) die bösen Geister verscheuchen. Dazu dringen Männer als Oni verkleidet in den Tempelbezirk ein und werden von verkleideten Priestern wieder vertrieben.

 

Anfang Tiger (März) hina matsuri (Puppenfest)

An diesem Tag werden auf einem mit rotem Flies ausgelegten Stufenpodest prächtig gekleidete Puppen aufgebaut, die den kaiserlichen Hofstaat darstellen. Auf der obersten Stufe befinden sich der Tenno und seine Gattin, darunter der Hofstaat, Beamte usw. Typische Speisen sind Hishimochi (diamantförmige Reiskuchen) und rot-, weiß- und grünfarbiger Puffreis. Dazu gibt es Shirozake, einen süßen, weißen Reiswein. Zu dem Brauch gehört es auch, Pfirsichblüten- und Pflaumeblütenzweige aufzustellen. Pfirsichblüten sind Symbol für Sanftheit und Anmut, also alles Ideale für eine junge Frau. Sie stehen auch für das Glück in der Ehe. Aus diesen Gründen wird das Puppenfest auch "momo no sekku", Pfirsichblütenfest, genannt. Es ist für Mädchen in Rokugan ein besonderes Fest und steht für Respekt gegenüber den Eltern, Ahnenverehrung und Loyalität zur Familie. Darüber hinaus ist es Ausdruck der Liebe der Eltern zu ihren Kindern, ihre Freude und ihr Stolz für sie und das Bemühen, ihnen jeden Wunsch zu erfüllen.

 

1.-14. Tiger o-mizutori matsuri (Wasserholen)

Während dieses Festes bekennen die Priester ihre Sünden im Tempel und beten um Frieden und reiche Ernte. Am Abend des 12. Tigers findet die Hauptzeremonie der Festlichkeiten statt. Beim Klang von Hörnern und im Schein großer Fackeln wird um Mitternacht heiliges Wasser aus dem Wakasa-Brunnen geschöpft. Am 5.Tag findet das Otaimatsu-Ritual statt: Die Priester laufen durch den Tempel und schwenken große Pinienfackeln. Wer vom Funkenregen getroffen wird, der wird von bösen Dingen beschützt werden. Der Höhepunkt des Festes ist das Omizutori am frühen Morgen des 13. Tigers: Das Wasser, das aus der Quelle vor dem Tempel geschöpft wurde, wird dem Kami dageboten. Dem Wasser werden besondere Heilkräfte gegen Krankenheiten nachgesagt.

 

Ende Tiger bis Anfang Drache (Mai): hanami (Kirschblütenfest)

Hanami („Blüten betrachten“) ist die Tradition, in jedem Frühjahr mit dem sogenannten „Kirschblütenfesten“ die Schönheit der in Blüte stehenden Kirschbäume zu feiern. Die Kirsche Rokugans trägt keine essbaren Früchte, hat besonders viele Blüten und lädt zu einem Spaziergang ein. Zusammen mit den Kirschblüten erfreut man sich angenehmerer Temperaturen und fühlt die Kräfte der Natur erwachen. In den etwa zehn Tagen, in denen die Kirschen in der eigenen Gegend in Blüte stehen, feiern fast alle Bewohner Rokugans ein Hanami. Dabei wird unter den blühenden Bäumen gelagert und O-Bentō und Sake im Kreis der Familie und Freunden genossen. Die Aspekte der Schönheit und der Vergänglichkeit sprechen Japaner dabei besonders an:
- Ohne Früchte zu tragen, lebt die japanische Kirsche gewissermaßen einzig für das wenige Tage im Jahr andauernde Erblühen in dann überragender Schönheit.
- Nach längerem Reifen und nur kurzer Zeit des Erblühens fällt die Blüte im Moment vollendeter Schönheit. Die Sakura gibt damit Samurai und der Literatur ein Beispiel für einen würdigen, jungen Tod.

 

Kranich- Frühlingsfest

In den Kranichlandes finden während der Kirschblüte zahlreiche Umzüge und andere Veranstaltungen rund um den Asahina-Schrein statt.

 

Hase und Hahn (April) sanno matsuri in Otosan Uchi

Das Fest Sanno Matsuri im Hasen (April) zählt zu den wichtigsten Festen Rokugans und zu dieser Zeit herrscht in Otosan Uchi ein reges Treiben. Am Festumzug des Sanno Matsuri nehmen 12 Festwagen (yatai) teil, die mit Schnitzereien, Puppen, bunten Gardinen und Jalousien geschmückt sind. Am Abend sind die Wagen mit Laternen erleuchtet und werden von Musik begleitet. Sehenswert sind die Marionetten der Festwagen, die Kunststücke vollführen. Die Prozession beginnt am Amaterasu-Schrein.

 

1.-5. Drache (Mai) odakoage (Drachenfest)

Bei diesem Fest, das nur in den Drachenlanden gefeiert wird, versuchen Samurai, die Schnüre zum Drachen des Gegners mit scharfen Gegenständen wie Glasscherben, die an ihren eigenen Drachen befestigt sind, durchzuschneiden. Die Drachen sind so groß, dass etwa 20 Mann nötig sind, um sie in der Luft zu halten und zu steuern.

 

15. Drache (Mai) aoi matsuri (Malvenfest)

Das Fest ehrt die Shugenja des Phönixclans, die mit ihren Gebeten an die Kami der Elemente vor Naturkatastrophen schützen. Die Malve als Symbol des Festes soll vor Orkanen und Erdbeben schützen. Samurai in traditionellen Kostümen ziehen in einer Prozession mit Malven dekoriertem Festwagen vom Daimyopalast zum Tempel.

 

Mitte Schlange (Juni) hyakuman gokusai (Reisfest des Herrn)

Dieses Fest der Löwen erinnert an das Jahr unter dem Daimyo Akodo Noboru als die Reisernte etwa das Doppelte der üblichen Menge ausmachte. Bauern in Kostümen aus dieser Zeit  ziehen durch die Straßen, No-Dramen werden bei Fackelschein aufgeführt (takigi no), und Kyuden Akodo findet eine besondere Teezeremonie statt. In der Abenddämmerung läßt man Laternen den Fluß hinabtreiben (toro nagashi).

 

7. Pferd (Juli) tanabata matsuri (Sternenfest)

An diesem Tag kann einer Legende zufolge der Hirte (Altair) die Milchstraße überqueren und und seine Geliebte, die Weberin (Vega) wiedersehen. Für ein Jahr erneuern sie ihre Liebe. An diesem Tag werden Gedichte auf buntes Papier oder Origami geschrieben und an Bambuszweigen im Garten oder vor dem Haus angebracht.

 

1.-7. Schaf (August) nebuta matsuri (Attrappenfest)

Bei diesem in ganz Rokugan berühmt-berüchtigten Fest ziehen riesige geschmückte Festwagen durch die Straßen von Ryoko Owari, begleitet von Tausenden von Tänzern. Die Wagen sind undervoll bemalt und von innen beleuchtet.

 

13.-16. Schaf (August) o-bon (Totenfest)

Das bedeutendste Fest zur Ehrung der Ahnen geht auf die Tradition zurück, dass während dieser Zeit die Ahnen auf Rokugan zurückkommen. Die Geister werden zuhause willkommen geheißen, kleine Happen der Lieblingsspeisen der Verstorbenen werden vorbereitet, fröhliche Tänze (bondori) werden abgehalten. Am letzten Abend des Festes werden Papierboote mit Laternen auf Bächen und Flüssen ausgesetzt, um den Seelen den Weg zurück in die Unterwelt zu weisen.

 

14.-15. Affe (September) danjiri matsuri

Bei diesem wilden und gefährlichen Fest, das in der Hauptstadt der Löwen gefeiert wird, werden sehr schwere Festwagen (danjiri) in hohem Tempo von Hunderten von Menschen durch die Straßen gezogen. Vorsicht ist angebracht, denn es hat auch schon Tote gegeben!

 

14.-17. Affe (September) hachiman matsuri

Am größten Schrein in der Stadt um Shiro Shinjo im Land des Einhornclans, dem Hachimangu, finden an diesen Tagen Vorführungen der Bogenschießkunst zu Pferd und eine Prozession mit tragbaren Schreinen statt.

 

14.-15. Hahn (Oktober) kenka matsuri (Fest der Kämpfer)

Bei diesem Fest werden drei tragbare Schreine (mikoshi) von Samurai solange gegeneinander geschmettert, bis einer zerbricht.

 

15. Hund (November) shichi go san (Sieben-Fünf-Drei-Fest)

An diesem Tag ziehen die siebenjährigen Mädchen, fünfjährigen Jungen sowie dreijährigen Jungen und Mädchen zum Schrein der Gemeinde. Sie empfangen ein Säckchen mit Süßigkeiten. Das Fest gilt als erste Zeremonie zur Aufnahme in die Welt der Erwachsenen. Die Jungen erhalten an diesem Feiertag ihre ersten Hosen, während die Mädchen erstmals nach Art erwachsener Frauen frisiert werden.

 

21. Dezember: Phönixfeste Isawa Festival: am kürzesten Tag des Jahres.

Die Leute feuern Amaterasu an wieder höher zu steigen

am selben Tag Shiba Festival:

Die Sonne soll wie ein Phönix wiedergeboren werden. Shugenja tanzen rituelle Tänze, die Geschichte von Amateratsu und ihren Kindern wird erzählt. Oftmals versteckt sich ein Shugenja, der in rot und gelb gekleidet ist in einem grossen Ei (aus Kartonage). Andere Shugenja tanzen um ihn herum bis der Shugenja aus dem Ei springt und die Onis verbannt.