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Erzählung über die Vorkommnisse auf Rei

Die drei Frauen am Markt stecken gespannt die Köpfe immer weiter zusammen, während eine von ihnen in aufgeregtem Flüsterton ihre Erzählung beginnt:

„Wie ich schon sagte: alles kam ganz anders, als geplant. Oder besser: zuerst schien alles noch so zu sein, wie Doji Kamura-sama, mein Herr und sein Karo, Doji Sano-sama, sich das vorgestellt hatten: Sowohl die Gäste der geplanten Hochzeit, aber auch die Delegationsmitglieder aus dem Löwenclan und Otomo-sama mit seinem Gefolge trafen am Freitag Abend bei uns ein und wurden natürlich nach allen Regeln der Gastfreundschaft begrüßt...ich meine, es ging ja auch um den Frieden, da bekamen sogar die Löwen einen Glückskeks zur Begrüßung.“

Die Frauen kichern hämisch und warten dann auf den weiteren Verlauf der Erzählung.

„Wie auch immer – ihr hättet die Kimonos sehen sollen! Reinste Meisterwerke waren das, wirklich! Ich war nur froh, dass ich in der Küche eingeteilt war, und mich nicht um diese teuren Stücke kümmern musste! Ich hätte vor Angst, etwas kaputt zu machen, vermutlich Albträume gehabt.
Na egal, Ihr wollt wissen, was dann passiert ist. Also, stellt Euch Folgendes vor: alle sitzen gemütlich beim Essen, die letzten Gäste treffen ein, die Musiker gegen ihr Bestes und dann kommt eine Dame aus der Isawa Familie und teilt mit, dass die Hochzeit nicht stattfinden kann! Es war natürlich ein Skandal, könnt Ihr Euch ja vorstellen! Aber Doji-sama hatte die Lage wie immer im Griff und hat kurzerhand eine andere Hochzeit verkündet:
Seine eigene Schwester, Tomue-sama sollte schon am nächsten Tag mit einem Shugenja aus der Familie Isawa vermählt werden.
Ihr hättet Sano-samas Gesicht sehen sollen! Er war ausgesprochen erleichtert, dass die Dinge doch wie geplant stattfinden konnten, auch wenn die Brautleute andere waren. Er hat nur zwei Sake gebraucht, um sich von dem anfänglichen Schock zu erholen!

Der Rest des Abends verging dann mit politischen Gesprächen der Delegationen und Unterhaltung für die restlichen Gäste. Es kam dann noch eine Gruppe an – ein paar Ronin, die sich wohl „die Weißen Wölfe“ nennen, oder so. Irgendwie schienen einige der anwesenden Herrschaften sie schon zu kennen, und man hat mit ihnen fast geredet, als wären sie echte Samurai! Naja, mich geht’s ja nichts an!
Nun ja – der nächste Tag war dann - bei den Kami - nicht mehr so friedlich! Oh nein!“      

Die Erzählerin zuckt mit den Schultern und spannt ihr Publikum für einen langen Moment auf die Folter, während sie umständlich ihren Obi glättet.

„Suki kam in aller Früh aufgeregt wie ein Hühnchen in die Küche gelaufen und zeterte herum, dass wir den Herrschaften bitteren Tee gemacht hätten! Als ob ich jemals Tee verpatzt hätte – pah! Wir haben aber trotzdem neuen gemacht, der wurde aber gleich wieder bitter...unheimlich war das, das sag ich Euch! Und dann haben sie auch noch tote Tiere gefunden...Vögel im Garten und so. Ich bekam doch ein ungutes Gefühl – das konnte nur ein böses Omen sein! Der alte Hinawa meinte, jemand hätte einen Kanzen in die Burg gebracht, das wäre wohl die Ursache. Naja, wir Diener konnten erst mal gar nichts machen, und die Herrschaften waren irgendwie alle müde. Offensichtlich hatten sie alle den selben Albtraum gehabt, in dem wohl Bayushi Shoju-sama den O-Tenno getötet hätte und Ninjas von der Decke kamen und so – ganz unheimlich und wirr, sag ich Euch! Amaterasu behüte den, der solche Träume hat! Nun ja...wo war ich...ach ja, der Morgen.

Die Brautleute haben sich dann zum Schrein zurück gezogen, um zu den Ahnen zu beten und dann wurde endlich geheiratet. Hach, was für ein wunderschönes Paar, das sag ich Euch! Die Geschenkübergabe im Garten ließ nichts zu wünschen übrig – wir haben weggetragen und weggetragen und weggetragen...es war wundervoll. Doch – so schön die Zeremonie gewesen ist, so rasch brach die Katastrophe über uns alle herein!“

Die Frau seufzt, zieht ein Taschentuch und putzt sich umständlich die Nase, während ihre Zuhörerinnen ungeduldig von einem Fuss auf den anderen treten.

„Ein Mord! Ja, stellt Euch vor! Die ehrenwerte Akodo Daseko-sama wurde tatsächlich ermordet! Mit Gift! Und dann fiel sie in den Hof...von ganz oben. Oh, ich will Euch die Einzelheiten ersparen, aber es war wahrlich ein grauenvoller Anblick, als sie da so lag! Doji-sama, der eine besondere Freundschaft zu ihr hegte....naja, Ihr wißt schon....war außer sich, das könnt Ihr mir glauben! Alle versuchten danach, den Mörder zu finden, doch man kam nicht so recht voran...Schließlich entschlossen sich einige sogar, mit Hilfe von Kitsu Ogawa-sensei in die Unterwelt zu gehen, um Akodo-sama zu fragen, wer ihr das angetan hätte.
Sie fanden dadurch zwar nicht den Mörder, erhielten aber den klaren Hinweis, dass dieser tote Löwengeneral, um den es ja irgendwie in den Friedensverhandlungen ging, gar nicht tot sei! Er hat die Unterwelt nie betreten!

Na, wie auch immer – uns war das egal. Wir haben brav alle Fragen der Samurai und Samurai-ko beantwortet, aber irgendwie wollte sich der Fall wohl nicht so richtig aufklären lassen. Owohl: sie schienen schon jemanden zu verdächtigen, aber dabei blieb es wohl. Es gab dann nochmal Tumult im Hof, als eine der Gäste, Doji Teiko, plötzlich ein Wakizashi in Händen hielt und ganz seltsam zu reden begann. Ich hab dann später erklärt bekommen, dass das Schwert von einem Kanzen besessen war, der wohl kurzzeitig Gewalt über sie hatte. DAS war unheimlich, kann ich Euch sagen! Karo Sano-sama hat dem Ganzen dann...naja...ein...Ende bereitet. Ich will mich nicht näher darüber auslassen...

Nein! Er hat sie natürlich nicht getöt! Dumme Gänse! Wie auch immer: Otomo sama hat schließlich verkündet, dass der Mord die Friedensverhandlungen nicht beinträchtigen würde, und dass wohl Frieden zwischen Kranich und Löwe sei, und irgendwie sind dann alle nach und nach abgereist. Das Schwert wurde wieder mitgenommen - den Kami sei Dank, um es den Drachen zu übergeben – die kennen sich mit so magischen Dingen wohl am besten aus.

Jetzt kommt aber das dicke Ende: wisst Ihr, wer der Täter war? Nein...nun, ich will es Euch sagen!

Doji-Kamura sama hat nämlich gleich am nächsten Tag, als alle weg waren, verkündet, dass unser Karo Doji Sano-sama Seppukku begehen würde, um seine Ehre wieder herzustellen. Tja. Das hätte ich ihm NIEMALS zugetraut, Ihr etwa? Der wirkte immer so schusselig, wenn ich das mal sagen darf, und dann sowas! Niemals auch nur ein winziges Vergehen und dann gleich ein Mord. Naja...So kann man sich also in einem Menschen täuschen! Nun ja – jetzt ist er tot und der Fall geklärt, das heißt, die Löwen können Doji-sama nichts mehr zur Last legen, und das ist gut so!“

Die Frauen nicken noch zustimmend, dann wird beschlossen, zuerst Tee zu trinken und danach vielleicht noch ein Räucherstäbchen für den Toten zu entzünden...falls noch Zeit ist....